Kagyü ist der Name einer Familie tibetisch-buddhistischer Linien, die die mündliche Überlieferung vom Meister zum Schüler betont. Ihre Geschichte ist mit Marpa dem Übersetzer, Milarepa und Gampopa verbunden, und im Laufe der Zeit entstanden Zweige wie die Karma-Kagyü-Linie und andere.

Meditation, die Mahamudra-Lehren und traditionelle tibetische Praktiken sind zentral für viele Kagyü-Linien. Führungsstrukturen und Überlieferungsmethoden variieren zwischen den Linien, daher ist Kagyü sowohl ein Oberbegriff für mehrere Linien als auch im alltäglichen Sprachgebrauch die Bezeichnung für eine bestimmte Linie.