Yaguandao ist eine religiöse Bewegung chinesischen Ursprungs, deren heutige Organisationsform in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts entstand. Wissenschaftler untersuchen sie im Kontext der chinesischen Heilsbewegung, der religiösen Gemeinschaften und des sozialen Wandels jener Zeit; die interne Entstehungsgeschichte könnte jedoch viel älter sein.

Tempel und Gebetshallen, „Futang“ genannt, spielen eine wichtige Rolle im Leben der Yaguandao-Gemeinschaften. Ihre Lehren und Rituale schöpfen aus verschiedenen ostasiatischen religiösen und ethischen Traditionen, was sie jedoch nicht zu einem direkten Zweig des Buddhismus oder Taoismus macht.