Das Verständnis des Zaydi-Islams (al-Zaydiyya) erfordert die Auseinandersetzung mit einer religiösen Tradition mit einer spezifischen Geschichte und sozialen Prägung. Diese schiitische Tradition, die auf Zayd ibn Ali zurückgeht, hat die jemenitische Geschichte maßgeblich beeinflusst. Ihre Lehre vom Imamat und ihre Rechtslehre unterscheiden sich vom Zwölfer- und Ismailismus. Geografischer Ursprung und Entstehungszeitpunkt: Ein Zweig des Schiismus, der im 8. Jahrhundert n. Chr. im Hedschas und im Jemen historische Gestalt annahm. Geografische Lage: Asien, Jemen und Hedschas; Mekka und Medina; Ursprungsgebiete. Zayd ibn Ali ist die zentrale Figur, die diesem Zweig seinen Namen gab.

Glauben und Theologie. Gerechtigkeit, Monotheismus und Imamat sind neben dem Koran und der Zaiditen-Rechtsprechung von Bedeutung; auch die theologischen Schulen innerhalb dieser Rechtsschulen sind vielfältig. In Bezug auf Gott oder die heilige Wirklichkeit, Allah, den einen Gott, ist die Lehre des Monotheismus grundlegend. Diese Beschreibung dient als allgemeine Einführung; Schulen und Gemeinschaften können unterschiedliche Auslegungen haben.

Heilige Gestalten und Rituale. Zu den wichtigen Figuren in den Erzählungen dieser Tradition zählen Mohammed, Ali, Fatima und Zayd ibn Ali, die im religiösen und historischen Gedächtnis dieses Zweigs eine zentrale Rolle spielen. Übliche Praktiken und Rituale: Islamischer Gottesdienst mit zaydischen Rechtspraktiken; lokale Rituale sind mit der jemenitischen Geschichte verbunden. Orte der Anbetung oder Versammlung: Moschee, Gebetsraum und in manchen Traditionen Schrein.

Texte, Ethik und Anlässe. Wichtige Quellen und Gesetze: Koran, Sunna und islamische Rechtsprechung; die Auslegungsmethoden und Urteile unterscheiden sich je nach Rechtsschule. Religiöse Anlässe und Tage: Freitag, Ramadan, Eid al-Fitr und Eid al-Adha; andere Anlässe variieren je nach Konfession. Religiöse Führer oder Institutionen: Zaiditische Gelehrte, Richter und lokale Führer; die Rolle des politischen Imamats hat sich im Laufe der Geschichte gewandelt.

Die Tradition hat Anhänger und Gemeinschaften im Nahen Osten, in Afrika, Zentralasien, Süd- und Südostasien sowie weltweit. Zu ihren religiösen bzw. textlichen Sprachen gehören Arabisch im Koran und in den Liturgien, Persisch, Urdu, Türkisch, Malaiisch und lokale Sprachen. Die historische , lokale und innerreligiöse Vielfalt darf nicht auf eine einzige Erzählung reduziert werden.

Dieser Eintrag dient der historischen und vergleichenden Einführung. Hinsichtlich der Zweige, umstrittener Datierungen und der Selbstbenennung von Gemeinschaften sollten die Ansichten der Anhänger selbst sowie spezialisierte Quellen derselben Tradition berücksichtigt werden. Titel des Eintrags: Religion / Zweig.

Der Name dieser Tradition kann in verschiedenen Sprachen und Epochen unterschiedliche Formen annehmen. Der in dieser Datei verzeichnete lokale Name lautet „Al-Zaidiyya“, der persische Titel „Islam Zaidi“. Die Verwendung dieser Namen innerhalb der Gemeinschaft ist nicht immer einheitlich; mitunter weichen der äußere Name, der akademische Name oder der von den Anhängern gewählte Name voneinander ab. Daher dient der Titel dieser Seite lediglich als Such- und Identifikationshilfe und definiert nicht allein die Zugehörigkeit aller Anhänger.

Um den Ursprungszeitpunkt zu verstehen, ist es notwendig, zwischen religiöser Erzählung, institutioneller Geschichte und wissenschaftlicher Datierung zu unterscheiden. In dieser Datei wird der historische Zeitraum bzw. die Erklärung wie folgt festgehalten: Ein Zweig des Schiismus, der im 8. Jahrhundert n. Chr. im Hedschas und im Jemen historische Form annahm. Die Jahresangabe in der Zeitleiste dient lediglich als ungefähre Orientierung; bei unterschiedlichen Quellenangaben steht der beschreibende Text vor der Jahreszahl. Die Entstehung vieler Traditionen verlief allmählich; daher kann ein bestimmter Tag, eine bestimmte Stadt oder eine bestimmte Person nicht immer als endgültiger Beginn aller Traditionen gelten.

Die Weitergabe religiösen Wissens in dieser Tradition erfolgt durch Texte, Unterweisung, mündliche Überlieferung oder eine Kombination dieser Mittel. Die in diesem Eintrag genannten Quellen und Regeln sind der Koran, die Sunna und die islamische Rechtswissenschaft; die Methoden der Auslegung und Rechtsprechung variieren je nach Rechtsschule. Die mit Studium und Ritual verbundenen Sprachen sind Arabisch (im Koran und in den Gebeten), Persisch, Urdu, Türkisch, Malaiisch und lokale Sprachen. Versionen, Übersetzungen und Kommentare von Texten können sich in verschiedenen Epochen und Gemeinschaften unterscheiden; daher lässt der Name eines Buches oder einer Sprache allein nicht darauf schließen, dass alle Anhänger dasselbe Verständnis oder dieselbe Studienmethode haben.

Im Alltag spiegeln sich die Lehren im Gebet, in der Familie, in der Erziehung, in sozialen Beziehungen und in moralischen Entscheidungen wider. Die anerkannten Formen religiöser Praxis sind in diesem Fall: islamischer Gottesdienst mit zaydischer Rechtsauffassung; lokale Rituale sind mit der jemenitischen Geschichte verbunden. Einige dieser Praktiken sind öffentlich, andere werden nur zu bestimmten Anlässen, Zeiten oder bei Zusammenkünften durchgeführt. Auch die Beteiligung der Gläubigen variiert: Manche praktizieren die Rituale regelmäßig, während sich andere stärker mit dem kulturellen Erbe oder der jeweiligen Gemeinschaft identifizieren.

Gebetsstätten und Orte der Gemeinschaft verkörpern das historische Gedächtnis und die lokale Verbundenheit jeder Gemeinde. In dieser Tradition zählen Moscheen, Gebetsräume und in manchen Traditionen auch Schreine zu den anerkannten Orten oder rituellen Stätten. Nicht alle diese Orte sind zwangsläufig formale Tempel- oder Kirchengebäude; auch Wohnhäuser, Freiflächen, lokale Schreine und Naturstätten können eine wichtige Rolle spielen. Die Bedeutung und Zugänglichkeit jedes Ortes hängen von der lokalen Überlieferung und den Regeln der jeweiligen Gemeinschaft ab, und ein einzelnes Beispiel sollte nicht auf alle Gebiete verallgemeinert werden.

Der religiöse Kalender verknüpft oft Geschichte, Natur und Gemeinschaftsleben. Zu den in dieser Tradition festgehaltenen Anlässen gehören Freitag, Ramadan, Eid al-Fitr und Eid al-Adha; weitere Anlässe variieren je nach Religion. Zeitpunkt und Art der Begehung können je nach Mond- oder Sonnenkalender, geografischer Region, Religionszweig und Familientradition unterschiedlich sein. Manche Tage sind mit Gottesdiensten oder Fasten verbunden, andere mit Zusammenkünften, Gedenktagen oder gemeinnützigen Aktivitäten; die Bedeutung jedes Anlasses muss im Kontext der jeweiligen Tradition und Gesellschaft verstanden werden.

Die Struktur der religiösen Führung und Entscheidungsfindung ist ebenfalls Teil der Identität einer Tradition. Die anerkannten Rollen lassen sich wie folgt beschreiben: Gelehrte der Zaydi-Gemeinschaft, Richter und lokale Führer; die Rolle des politischen Imamats hat sich im Laufe der Geschichte gewandelt. Autorität kann auf lokale Führer, Lehrer, gewählte Gremien, Ordensfamilien oder maßgebliche Texte verteilt sein. In vielen Religionen gibt es keine zentrale Organisation, und mehrere Autoritätszentren existieren gleichzeitig; daher bedeutet der Titel einer Autorität oder Institution nicht zwangsläufig, dass sie alle Anhänger weltweit repräsentiert.

Die geografische Verbreitung einer Religion hat sich historisch und auch heute noch stark verändert. Gemeinschaften des Zaydi-Islam leben im Nahen Osten, in Afrika, Zentralasien, Süd- und Südostasien sowie weltweit. Arabisch wird im Koran und im Gottesdienst verwendet; Persisch, Urdu, Türkisch, Malaiisch und lokale Sprachen finden in den Texten, der Lehre oder im alltäglichen Sprachgebrauch einiger dieser Gemeinschaften Verwendung. Migration, Handel, Bildung, sich verschiebende politische Grenzen und der Kontakt zwischen den Generationen haben die lokalen Formen der Religionsausübung beeinflusst. Daher kann sich die Erfahrung eines Anhängers in einem Land deutlich von derjenigen von Anhängern derselben Tradition in einer anderen Region unterscheiden.

Die Kategorie dieses Eintrags lautet „Religion / Strömung“ und dient der Katalogisierung. Diese Bezeichnung stellt keine Wertung der Authentizität, des Wertes oder der Überlegenheit einer bestimmten Gruppe dar. Die Grenzen zwischen Religion, Konfession, Bewegung und kultureller Tradition sind in der Forschung und der Selbstidentifikation von Gemeinschaften nicht immer eindeutig, insbesondere bei Traditionen mit mehreren Strömungen oder Vermischung mit benachbarten Traditionen. Die Felder auf dieser Seite bieten grundlegende, durchsuchbare Informationen und sollen weder lokale Erzählungen noch Gespräche mit Anhängern ersetzen.

Bei der Untersuchung der Glaubensvorstellungen einer Gesellschaft muss man auch den Unterschied zwischen dem offiziellen Text und der tatsächlichen Praxis der Bevölkerung berücksichtigen. Gerechtigkeit, Monotheismus und Imamat sind neben dem Koran und der Zaiditen-Rechtsprechung von Bedeutung; die jeweiligen Denkschulen sind ebenfalls vielfältig. Diese Aussage dient als Einleitung und Zusammenfassung; Mitglieder einer Familie, Generation oder Gemeinschaft können hinsichtlich der Interpretation, des Grades der Befolgung oder der Priorität von Werten unterschiedlicher Meinung sein. Solche Unterschiede sind ein normales Phänomen in der Religionsgeschichte und sollten nicht als einfache Widersprüche oder fehlende gemeinsame Identität interpretiert werden. Für ein genaueres Verständnis muss jede Aussage vor dem Hintergrund der Geschichte, der Sprache und des sozialen Kontextes der jeweiligen Gesellschaft betrachtet werden.

Diese Einleitung unterscheidet bewusst zwischen relativ gut dokumentierten Informationen und Themen mit unterschiedlichen Überlieferungen. In den Abschnitten über den Gründer oder die zentrale Figur heißt es: Zayd ibn Ali ist die zentrale Figur, die diesem Zweig seinen Namen gab. Wenn die Tradition keinen einzelnen Gründer hat, bedeutet dies nicht, dass sie unwichtig ist; viele Religionen sind durch generationenübergreifende Entwicklung und familiäre sowie lokale Weitergabe entstanden. Die Zahlen in der Datumstabelle dienen lediglich der Ordnung und erheben keinen Anspruch darauf, ein umstrittenes Datum endgültig zu beweisen.

Um die Studie zu vervollständigen, kann man gleichzeitig innerreligiöse Schriften, wissenschaftliche Forschung und Sozialgeschichte heranziehen und die unterschiedlichen Zielsetzungen der einzelnen Quellen analysieren. Die in den aktuellen Aufzeichnungen genannten Quellen, die sich auf den Text und das Gedächtnis dieser Gemeinschaft beziehen, sind: Koran, Sunna und Jurisprudenz; die Methoden der Schlussfolgerungen und Urteile unterscheiden sich je nach Rechtsschule. Ergänzend dazu sollten auch mündliche Überlieferungen, historische Werke und die Perspektiven verschiedener Gruppen berücksichtigt werden. Keine allgemeine Zusammenfassung kann alle individuellen Erfahrungen erfassen; diese Seite dient als Ausgangspunkt für das Verständnis, ersetzt aber weder spezialisierte Quellen noch die Aussagen der Gläubigen selbst.